Baublog von Patty & Falko

Die Planungsphase – Rückblick

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Die Planungsphase – Rückblick

Da wir im Bekannten- und Freundeskreis schon mehrfach darauf angesprochen wurden, wie unsere Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit den Architekten war, geben wir nochmal unsere Eindrücke wieder und berichten etwas über die gesamte Planungsphase.

Wie wir ja schon unter der Rubrik “Über uns” berichtet hatten, haben wir uns für Knipper & Kleine aus Sögel entschieden. Unsere Hauptgründe für diese Entscheidung waren zum einen das junge und moderne Team. Zum anderen war ausschlaggebend, dass Sie uns gleich im ersten Gespräch überzeugt haben, unseren gewünschten Baustil aufgrund von Auflagen nicht gleich auf Eis zu legen und daran festzuhalten. Und dann ging es eigentlich auch recht schnell voran. In der darauf folgenden Woche ließen wir die Bauvoranfrage stellen, um Sicherheit über die Bauweise zu bekommen. In der Bauvoranfrage wurden Punkte wie Baustil, Traufhöhe, Dachneigung etc. angefragt, ergänzt durch Beispielentwürfe. Gute zwei Wochen später hatten wir dann die positive Nachricht vom Bauamt.

Dies waren die Beispielentwürfe zur Bauvoranfrage.

 

Dann ging es ins Eingemachte. Unsere Vorstellungen mussten nun umgesetzt werden. Die Zusammenarbeit war recht unkompliziert…wir konnten vieles per Email oder Telefon besprechen und so Änderungswünsche zügig  einfließen lassen. Überarbeitete Entwürfe ließ man uns per Email zukommen, sodass wir uns immer in Ruhe alles anschauen und auf das nächste Treffen vorbereiten konnten. Was uns auch super gefallen hat, dass man bei der Planung auf unsere Gewohnheiten geachtet hat…wie z.B. -”Wo lege ich meine Sachen (Autoschlüssel etc.) ab, wenn ich nach Hause komme? Im Eingangsbereich oder schafft man einen kleinen Zwischenraum?” oder “Wohin mit der Weihnachts- und Osterdeko” – es sind zwar nur Kleinigkeiten, aber diese bedenkt man oftmals selber gar nicht…und später ärgert man sich evtl., wenn man dies nicht bedacht hat. Das war bei der Planung definitiv sehr hilfreich.

Da Falko und ich uns über die Hausgröße nicht ganz einig waren,  er wollte lieber größer und ich lieber etwas kleiner, haben wir uns mit den Architekten einige Referenzobjekte angeschaut. Und das würde ich auf jeden Fall jedem raten. Man glaubt gar nicht, wie sehr man sich bei Raumgrößen täuschen kann. Wir haben uns insgesamt 3 Häuser angeschaut mit Wohnflächen zwischen 220 und 300 qm. Darunter war auch das Haus der Architektin (ganz tolles Haus). Wir bzw. ich, Falko schon, hatten uns zu diesem Zeitpunkt auch noch keine Gedanken darüber gemacht, ob wir eine kontrollierte Wohnraumbe- und entlüftung haben wollen. Erfreulicherweise hatten alle drei Objekte eine und für uns stand danach fest, wir wollen auch eine haben. Die Räume haben eine angenehme frische Luft, die man durch das manuelle Lüften nicht bekommt. Bei mir ist nämlich schnell das Problem, dass wenn ein Fenster auf ist, dass ich dann sofort friere und dann die Heizung gleich angestellt wird und die Luft sehr schlecht ist. Jedenfalls haben uns die Besichtigungen viele Entscheidungen abgenommen.

Dann kam der erste tolle Entwurf. Eigentlich war dieser super und total auf uns abgestimmt. Wir konnten uns die Räumlichkeiten auch schon super vorstellen und wollten diesen auch nehmen. Doch dann stellte sich heraus, dass wir die Himmelsrichtungen nicht richtig bedacht hatten. Denn Terrasse und Glasflächen waren alle zur Nord-Ost-Seite ausgerichtet und die Garage zur Süd-West-Seite. Wir hatten dann noch probiert, alles zu spiegeln, die Räume etwas zu schieben…aber irgendwie ging das Ganze nicht so optimal für uns auf. Wir hatten ja so einige Hauptkriterien, von denen wir definitiv nicht ablassen wollten. Das waren: offenes Wohn,- Koch- und Esszimmer, Luftraum über dem Wohnraum, und das mit viel Glas und nach hinten hin ausgerichtet, Schlaf- und Badezimmer nach hinten ausgerichtet, in der Dusche ein Fenster mit Ausblick ebenso die Badewanne, Blick vom Büro in den Luftraum, eine Dachterrasse zur Sonnenseite. Und das alles zu kombinieren, ohne einen langen Schlauch zu haben, war nicht ganz einfach. Den Entwurf möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Leider ist die Qualität der Bilder nicht so gut, da ich diese eingescannt habe. Aber erkennbar ist es.

Ansicht Süden

 

Ansicht Norden

 

Ansicht Südwesten

 

Ansicht Osten

 

Grundriss EG

 

Grundriss OG

Und wie man unschwer erkennen kann, basiert unser endgültiger Entwurf von der Außenansicht her, sehr auf diesem Entwurf. Leider hätten wir hier nach dem ganzen verschieben und spiegeln bei der Raumaufteilung zu viele Kompromisse eingehen müssen und das war für uns unmöglich. Am Rande nebenbei. Wir haben jeden Entwurf auch als 3D-Pdf bekommen. Ich persönlich kannte das vorher gar nicht. Ist ne richtig coole Sache, da man das Haus drehen, schwenken und sogar begehen kann.

Dann hieß es aber: Neuer Entwurf, neues Glück. Dies war der zweite Entwurf.

Ansicht Süden

 

Ansicht Norden

 

Grundriss EG + OG

Wir konnten jetzt nicht sagen, dass der zweite Entwurf schlecht war, aber irgendwie sprach er uns nicht an. Ich finde, wenn das Bauchgefühl nicht passt und beim ersten Blick auf die Planung dieses “WOW” weg bleibt, dann ist es das einfach nicht. Klar, hier wurden auch wieder unsere Kriterien umgesetzt, aber wie schon gesagt, man sollte auf sein Bauchgefühl hören. Tat mir auch schrecklich Leid für unsere Architektin, da Sie ihr Wochenende in diese Planung investiert hatte.

Am selben Wochenende hatten wir uns aber auch mal wieder an die Planung gemacht. Wir haben ja nebenbei auch immer mit einem Hausplaner etliche Entwürfe gemacht. Und dabei raus gekommen ist dann unser jetziger Entwurf. Ich muss ja jetzt gestehen, eigentlich habe ich immer geplant und Falko hat nur drüber geschaut und sein Feedback dazu abgegeben :-D . Jedenfalls hatten wir dann unseren Entwurf kreiert. Diesen haben wir dann auch gleich den Architekten zukommen lassen, um nach deren Meinung zu fragen. Nachdem wir uns alle einig waren, wurde dieser von den Architekten übernommen – Fenster, Fenster- und Brüstungshöhen wurden richtig positioniert, Wandstärken wurden angepasst, die Einrichtung wurde mit Originalmaßen angenommen (Küche, Kamin, Sofa, Esstisch  und Bett wussten wir ja schon), die Deckenstärken wurden grob ermittelt, die eigentlichen Stärken hat dann ja der Statiker vorgegeben, Türbreiten wurden angepasst, und und und. Klar, zwischendurch hat man noch Kleinigkeiten geändert, aber das Gerüst stand. Wie die endgültige Planung aussieht, könnt ihr euch ja hier anschauen: Grundrisse und Ansichten.

Abschließend können wir sagen, dass uns die Arbeit mit den Architekten sehr gefallen hat und auch viel Freude bereitet hat. Wir möchten vor allem an diejenigen eine Empfehlung zu Knipper & Kleine geben, die nicht unbedingt eine konventionelle Bauweise wollen, sondern einen etwas anderen und moderneren Baustil wünschen. Preislich gesehen halten sich die Architektenleistungen auch noch im Rahmen. Wir haben ja nur die Leistung bis zum Bauantrag in Anspruch genommen. Auf die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Baubegleitung haben wir verzichtet…hätte dann auch unser Budget gesprengt. Klar, wir hätten sicherlich auch einen günstigeren Architekten hier vom Dorf nehmen können, aber hätten wir dann überhaupt unser Traumhaus gebaut? Hätten wir den Baustil überhaupt durchbekommen? Wären wir damit glücklich geworden? Das sind halt die Punkte, die sehr ausschlaggebend sind. Und so können wir sagen, wir haben zwar ein paar Euro mehr bezahlt, aber dafür haben wir auch wirklich das für uns perfekte Haus :-) .

Hiermit nochmal Danke an das Team von Knipper & Kleine und vor allem an Claudia!

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